Definition:
Das Sechswochenamt (auch Dreißigstem oder Sechswochenmesse genannt) ist ein traditioneller katholischer Gedenkgottesdienst für einen Verstorbenen, der in der Regel rund sechs Wochen nach dem Tod bzw. der Beisetzung stattfindet.
Details:
Der Zeitraum von sechs Wochen hat eine alte christliche Tradition und markiert das Ende der ersten tiefen Trauerphase. Häufig wird diese heilige Messe als Jahrgedächtnis-Anfang oder Sechswochenrequiem in der Heimatgemeinde des Verstorbenen gefeiert. Die Familie, Verwandte und Freunde versammeln sich hierbei noch einmal bewusst, um für den Verstorbenen zu beten, der Seele zu gedenken und gemeinsam Kraft zu schöpfen. Oft schließt sich an den Gottesdienst ein gemeinsames Beisammensein im engeren Kreis an. Obwohl das Sechswochenamt stark in der katholischen Liturgie verwurzelt ist, steht es jedem frei, diesen Tag auch in anderer Form – etwa durch ein stilles Gedenken oder ein Kaffeetrinken im Familienkreis – zur bewussten Bewältigung der Trauer zu nutzen.