Trauern in der Pandemie

Am Freitag, den 20.08.2021, ist die neue CoronaSchVO NRW in Kraft getreten, sie ist gültig bis zum 17.09.2021. Sie macht zwar vieles einfacher (z.B. sind Bestattungen/Trauerfeiern nun „Veranstaltungen“ nach §2 Abs. 9, somit gibt es keine eigenen Regelungen mehr und es wird auch nur noch nach 2 Inzidenzwerten (unter und über 35) unterschieden) aber nicht einheitlich. Denn, natürlich haben Betreiber von Kirchen, Trauerhallen, Friedhöfen und Trauerkaffees ein Hausrecht. D.h. es können immer noch sehr unterschiedliche Auflagen zu beachten sein. Wir informieren Sie gerne über örtliche Besonderheiten, rufen Sie uns gerne an!

Generell gilt, dass das Führen von Teilnehmerlisten nicht mehr notwendig ist und dass bei einer Inzidenz von über 35 in geschlossenen Räumen die Kontrolle von 3G (geimpft, genesen oder getestet) und Ausweispapieren vorgeschrieben ist.

Beratungsgespräch

Bitte vereinbaren Sie telefonisch einen Beratungs-Termin! Nur so können wir sicherstellen, dass Sie nicht vor der Tür warten müssen. Wir möchten unnötige Begegnungen von Personen vermeiden, ausreichend Zeit haben alle Flächen und Gegenstände nach einer Beratung zu desinfizieren und auch die Räume zu lüften.
Bitte kommen Sie mit maximal 2 Begleitpersonen.

Auch bei uns ist das Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes (OP-Masken sowie nach FFP2/KN95/N95-zertifizierte Masken) Vorschrift. Bitte legen Sie die Maske an bevor Sie unser Haus betreten.
Im Eingangsbereich finden Sie außerdem die Möglichkeit sich die Hände zu desinfizieren. Davon dürfen Sie natürlich auch gerne beim Verlassen Gebrauch machen.

Es besteht keine Verpflichtung, dass Sie eine Bescheinigung über einen aktuellen und negativen Schnelltest, eine Impfung oder Bescheinigung über die Genesung nach einer Infektion mitbringen.

Abschiednahme

Auch bei der Abschiednahme, bitten wir Sie einen Sicherheitsabstand von 1,5 Metern unter den Trauergästen einzuhalten und eine medizinische Maske zu tragen.
Sollte der Verstorbene infektiös sein (an oder mit Corona verstorben) bieten wir aus Sicherheitsgründen keine offene Aufbahrung an. Am geschlossenen Sarg, ist die Abschiednahme aber möglich.
Je nach Größe des Abschieds-Raumes dürfen zwischen 1 bis 3 Personen gleichzeitig in den Raum.
Am Eingang des Abschieds-Raumes finden Sie Hände-Desinfektionsmittel. Bitte benutzen Sie es vor dem Betreten und auch nach dem Verlassen des Raumes.

Trauerfeiern und Trauerkaffees

Da der Inzidenz-Wert von 35 landesweit aktuell erreicht ist, gelten im Moment folgende Regeln:

Im Freien

  • Teilnehmerzahl max. 2.500 Personen (darüber Kontrolle 3G und Ausweis)
  • Maskenpflicht in Warteschlangen
  • Einhaltung des Mindestabstandes 
  • Gesang immer nur zulässig bei Kontrolle von 3G (nur PCR-Tests zugelassen!) & Ausweis und einer Maskenpflicht für alle

In geschlossenen Räumen

  • Kontrolle von 3G und Ausweis
  • Maskenpflicht
  • Einhaltung des Mindestabstandes (bei Kaffees mindestens 1,5 Meter zwischen den Tischen oder bauliche Trennung)

Bitte beachten Sie dringend die erforderlichen Hygieneregeln:

  • kein Händeschütteln
  • kein direkter Körperkontakt
  • Einhalten des Mindestabstandes von 1,5 Metern zu anderen Teilnehmern / Haushalten
  • Nahen Angehörigen und Personen aus einem Haushalt ist der Körperkontakt natürlich gestattet.

egrenzung der Teilnehmerzahl bei Beerdigungen im Fall der „Notbremse“
Wenn die „Notbremse“ greift, gibt es eine maximal mögliche Teilnehmer-Obergrenze von 30 Personen (in Trauerhallen und auch unter freiem Himmel). Der Trauerredner und wir zählen nicht dazu.
Bei Feiern in Trauerhallen gilt eine Obergrenze von einer Person pro 10qm bzw. 20qm Raumfläche, in Abhängigkeit zu der jeweils aktuellen Inzidenz. Zudem muss eine medizinische Maske (OP-Masken sowie nach FFP2/KN95/N95-zertifizierte Masken) getragen werden.
Der Trauredner/Pfarrer darf die Maske abnehmen.
Findet die Trauerfeier unter freiem Himmel statt, gilt die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske erst ab einer Teilnehmerzahl von 25 Personen. Auf manchen Friedhöfen besteht unabhängig der Personenanzahl die Pflicht zum Tragen einer Maske.
Wir legen in jedem Fall eine Anwesenheitsliste aus und bitten Sie, sich einzutragen. Zuvor bieten wir Ihnen gerne eine Gelegenheit an sich die Hände zu desinfizieren.
Bitte beachten Sie dringend die erforderlichen Hygieneregeln:
– kein Händeschütteln
– kein direkter Körperkontakt
– Einhalten des Mindestabstandes von 1,5 Metern zu anderen Teilnehmern / Haushalten
Nahen Angehörigen und Personen aus einem Haushalt ist der Körperkontakt natürlich gestattet.
Klarstellung zur Zählweise „Geimpfte und Genesene“ bei Beerdigungen
Es gibt in § 1a Abs. 4 CoronaSchVO nun eine Klarstellung, ob gegen COVID-19 Geimpfte oder Genesene nach einer COVID-19 Erkrankung zur maximalen Personenzahl zählen:

„Soweit in dieser Verordnung für Zusammenkünfte und Veranstaltungen eine Höchstzahl zulässiger Personen festgesetzt ist, werden Personen mit einer nachgewiesenen Immunisierung durch Impfung oder Genesung nicht eingerechnet. Dies gilt nicht für in dieser Verordnung festgesetzte einrichtungsbezogene Personengrenzen pro Quadratmeter.“

Beerdigung, Bestattung

Es gelten die Regeln wie unter Trauerfeiern und Trauerkaffees beschrieben. Aber auch hier bitten wir evtl. abweichende Hausregeln bei uns telefonisch zu erfragen.

Es gilt eine absolute Obergrenze von 30 Personen bei Beerdigungen – egal ob in geschlossenen Räumen oder auf dem Friedhof unter freiem Himmel. Das Friedhofspersonal, unsere Träger und wir zählen nicht dazu.
Bei Beerdigungen unter freiem Himmel muss ab einer Teilnehmerzahl von 25 Personen eine medizinische Maske getragen werden. Manche Friedhöfe schreiben generell (unabhängig der Personenanzahl) das Tragen einer Maske vor.
Bitte beachten Sie dringend die erforderlichen Hygieneregeln:
– kein Händeschütteln
– kein direkter Körperkontakt
– Einhalten des Mindestabstandes von 1,5 Metern zu anderen Teilnehmern / Haushalten
Nahen Angehörigen und Personen aus einem Haushalt ist der Körperkontakt natürlich gestattet.
Eine Anwesenheitsliste müssen wir in geschlossenen Räumen immer führen, unter freiem Himmel nur bei Angehörigen, die den Mindestabstand untereinander nicht einhalten.

Bestattungsart

Es gibt keine Einschränkung bei der Wahl der Bestattungsart.

Trauerkaffees, Nachkaffees

Trauerkaffees können unter bestimmten Voraussetzungen wieder angeboten werden. Die CoronaSchVO NRW unterscheidet nun zwischen drei Inzidenzstufen, in deren Rahmen Trauerkaffees und Leichenschmäuse unterschiedlichen Voraussetzungen unterliegen:

  • Inzidenzstufe 1: Stabile 7-Tage-Inzidenz von höchstens 35
    Trauerkaffees sind mit bis zu 250 Gästen im Freien auch ohne Negativtestnachweis aber mit sichergestellter einfacher Rückverfolgbarkeit (Kontaktdatenerfassung) möglich. Die Regelungen zum Mindestabstand sind einzuhalten. An festen Sitzplätzen dürfen die Mindestabstände unterschritten werden, wenn die besondere Rückverfolgbarkeit (Sitzplan) sichergestellt ist. Trauerkaffees in Innenräumen sind mit Negativtestnachweis (siehe unten) und mit sichergestellter einfacher Rückverfolgbarkeit mit bis zu 100 Gästen zulässig.
  • Inzidenzstufe 2: Stabile 7-Tage-Inzidenz von über 35, aber höchstens 50 Trauerkaffees sind mit bis zu 100 Gästen im Freien und bis zu 50 Gästen in Innenräumen sowie mit Negativtestnachweis (siehe unten) und sichergestellter einfacher Rückverfolgbarkeit (Kontaktdatenerfassung) möglich. Die Regelungen zum Mindestabstand sind einzuhalten. An festen Sitzplätzen dürfen die Mindestabstände unterschritten werden, wenn die besondere Rückverfolgbarkeit (Sitzplan) sichergestellt ist.
  • Inzidenzstufe 3: Stabile 7-Tage-Inzidenz von über 50, aber höchstens 100 Trauerkaffees sind nicht zulässig.

     

Es ist dabei immer die Inzidenzstufe der Stadt / des Landkreises maßgeblich, wo der Leichenschmaus stattfinden soll. „Stabile Inzidenz“ bedeutet hierbei, dass, wenn an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen (alle Tage außer Sonn- und Feiertagen) die 7-Tage-Inzidenz in einem Kreis oder einer kreisfreien Stadt in der jeweiligen Inzidenzstufe liegt, am übernächsten (also am 7.) Tag die Regeln für diese Inzidenzstufe gelten.
Steigt die Inzidenz an drei aufeinander folgenden Tagen über den Grenzwert, gelten ab dem übernächsten (also dem 5.) Tag wieder die strengeren Regeln der nächsthöheren Inzidenzstufe!

Was gilt beim Negativtestnachweis für Gäste?

Soweit in bestimmte Inzidenzstufen vorgesehen ist, dass Gäste einen negativen Coronatest vor Betreten der Gastronomie/des Hotels vorlegen müssen, muss es sich hierbei um einen der folgenden Tests handeln (soweit die Gäste nicht vollständig immunisiert, also geimpft oder genesen sind):

  • Bürgertestung nach § 4 a Coronavirus TestVO oder eine andere offiziell dokumentierte Testung (nicht älter als 48 Stunden), oder
  • Vom Arbeitgeber dokumentierter Selbsttest (s.o. / nicht älter als 48 Stunden)
  • Selbsttests unter Mitarbeiteraufsicht vor Betreten der Gastronomie sind grundsätzlich nicht ausreichend!

Was gilt für immunisierte (geimpfte oder genesene) Gäste?

Als geimpft gilt, wer zwei Impfungen (Ausnahme: Johnson & Johnson) erhalten hat und dessen Zweitimpfung mindestens 14 Tage zurückliegt. Genesen ist, wer eine überstandene Covid-19-Infektion (z. B. durch Vorlage eines PCR-Tests, der nicht älter als ein halbes Jahr und nicht jünger als 28 Tage sein darf), nachweisen kann.

Wie werden Kinder und Jugendliche kontrolliert?

  • Kinder bis zum Schuleintritt sind getesteten Personen gleichgestellt. 
  • Kinder und Jugendliche bis 15 Jahren gelten wegen der Schulpflicht aufgrund ihrer Teilnahme an den
    verbindlichen Schultestungen als getestete Personen. 
  • Kinder und Jugendliche über 15 Jahren können auch ihren Schülerausweis als 3G-Nachweis
    vorlegen.

Als geimpft gilt, wer zwei Impfungen (Ausnahme: Johnson & Johnson) erhalten hat und dessen Zweitimpfung mindestens 14 Tage zurückliegt. Genesen ist, wer eine überstandene Covid-19-Infektion (z. B. durch Vorlage eines PCR-Tests, der nicht älter als ein halbes Jahr und nicht jünger als 28 Tage sein darf), nachweisen kann.

Immunisierte Personen werden nicht mitgezählt, soweit in der CoronaSchVO für Zusammenkünfte und Veranstaltungen eine Höchstzahl zulässiger Personen oder Hausstände festgelegt ist.
Bei einrichtungsbezogenen Personengrenzen pro Quadratmeter oder Kapazitätsbegrenzungen gilt diese Ausnahme nicht.

Wie sind Kinder zu berücksichtigen?
Die neue CoronaSchVO unterscheidet nur noch in Ausnahmefällen zwischen Kindern und Erwachsenen. Bei den Kontaktbeschränkungen, also der Personenhöchstzahl werden Kinder egal welchen Alters mitgezählt. Soweit eine Testnachweispflicht besteht, gilt diese ab dem Schuleintritt – die Maskenpflicht gilt grundsätzlich ab dem 6. Lebensjahr.

Wie ist Außengastronomie bzw. „im Freien“ definiert?

Außengastronomie liegt vor, wenn ein „freier Luftaustausch wie unter freiem Himmel“ stattfinden kann. Daher muss der Ort mindestens nach zwei Seiten hin offen sein. Ebendies gilt für Veranstaltungen, die „im Freien“ stattfinden können.

Totenumsorgung

Bei der Umsorgung des Verstorbenen ändert sich für Sie nur etwas, wenn der Verstorbene an oder mit Corona gestorben ist. Der Virus kann auch nach dem Tod noch ansteckend sein. Deswegen werden die Verstorbenen mit Covid-19 als infektiös gekennzeichnet. In diesem Fall darf der Bodybag (auch Leichensack/Unfallhülle genannt) nicht mehr geöffnet werden. D.h. wir können z.B. den Verstorbenen nicht mehr umkleiden. Persönliche Gegenstände dürfen aber weiterhin mit in den Sarg gelegt werden.

Allgemeine Informationen und Quellen

Wo finde ich die aktuellen Inzidenzen für meine Stadt / meinen Landkreis?
Eine auch für die Kommunen bindende Übersicht über die Inzidenzen in den einzelnen Landkreisen finden Sie hier (§ 28b Abs. 6 IfSG): www.rki.de/inzidenzen
Das Land NRW hat eine Übersicht erstellt, die laufend aktualisiert wird: https://www.mags.nrw/coronavirus-rechtlicheregelungen-nrw
Die Stadt Duisburg hat eine FAQ erstellt, die laufend aktualisiert wird: https://www.duisburg.de/microsites/coronavirus/aktuelles-updates/index.php
Link zur CoronaSchVO NRW
https://www.mags.nrw/erlasse-des-nrw-gesundheitsministeriums-zur-bekaempfung-der-corona-pandemie