„Was ist jetzt zu tun?“ – Struktur in schweren Stunden
Ein Todesfall verändert alles von einer Sekunde auf die andere. Neben der tiefen Trauer fühlen sich viele Angehörige in den ersten Stunden oft hilflos und von den anstehenden Aufgaben schier erdrückt. Man möchte eigentlich nur Weinen, doch der Kopf ist voller Fragen: Wen muss ich anrufen? Welche Papiere brauche ich? Was darf ich nicht vergessen?
Wir von Bestattungen Menge wissen aus langjähriger Erfahrung, wie wichtig es in dieser Situation ist, eine Hand zu haben, die einen führt. Deshalb haben wir für Sie und Ihre Familie diesen Leitfaden zusammengestellt. Er soll Ihnen als Orientierungshilfe dienen und Ihnen die Sicherheit geben, dass Sie an alles denken – Schritt für Schritt.
Sofortmaßnahmen (Die ersten Stunden)
Bei einem Todesfall zu Hause: Zuerst den Hausarzt oder den Notdienst (116 117) verständigen, um den Tod offiziell festzustellen und den Totenschein ausstellen zu lassen.
Bei einem Todesfall im Krankenhaus/Heim: Die Einrichtung informiert in der Regel den Arzt; Angehörige müssen meist nur die Information abwarten.
Im Fall eines Unfalls oder anderen Unglücks: Diese Fälle werden sofort behördlich begleitet, d. h. Sie müssen nichts tun.
In allen Fällen nehmen Sie sehr zeitnah Kon
takt zu uns auf: Bestattungen Menge, Tag & Nacht erreichbar unter Tel.: 02065 61132
Wir besprechen mit Ihnen die ersten Schritte, wie z. B.: die Überführung und vereinbaren einen zeitnahen persönlichen Beratungstermin. Dazu empfangen wir Sie gerne in unserem Haus, wo wir Ihnen alle Möglichkeiten und Muster in Ruhe zeigen können. In dringenden Ausnahmefällen ist nach Rücksprache auch ein Termin bei Ihnen vor Ort möglich.
Weitere Angehörige und Freunde informieren: gerade bei sehr engen Beziehungen ist es gut, wenn die Todesnachricht bestmöglich noch am gleichen Tag überbracht wird. Ggfs. ist auch die zeitnahe Benachrichtigung des Arbeitsgebers des Verstorbenen geboten.
An das Wichtigste denken (Erste Schritte vor Ort):
Versorgung von Schutzbefohlenen: Sind Haustiere versorgt? Müssen pflegebedürftige Angehörige oder Kinder kurzfristig betreut werden?
Wohnungssicherung: Sind Fenster und Türen geschlossen? Herd/Elektrogeräte ausgeschaltet? (Besonders wichtig, wenn der Verstorbene alleine gelebt hat).
Vorbereitung unseres Beratungstermins
Wichtige Dokumente bereitlegen: Es ist optimal, wenn Sie zu dem Beratungstermin die benötigten Unterlagen dabeihaben. Falls Urkunden/Dokumente fehlen oder neu angefordert werden müssen, helfen wir Ihnen gerne weiter.
Diese Unterlagen sind notwendig (um z. B. die Sterbeurkunde beim Standesamt beantragen zu können und auch erste notwendige Meldungen zu veranlassen):
- Personalausweis des Verstorbenen (oder Reisepass mit aktueller Meldebescheinigung).
- Bei Ledigen: Die Geburtsurkunde.
- Bei Verheirateten: Die Heiratsurkunde (Stammbuch).
- Bei Geschiedenen: Die Heiratsurkunde und das Scheidungsurteil mit Rechtskraftvermerk.
- Bei Verwitweten: Die Heiratsurkunde und die Sterbeurkunde des Ehepartners.
- Versicherungen: Krankenkassenkarte, Rentenversicherungsnummer sowie Versicherungsscheine zu Lebens- und Sterbegeldversicherungen.
- Dokumente zur Vorsorge: Sollte der Verstorbene bei einem anderen Bestatter einen Bestattungsvorsorgevertrag abgeschlossen haben, bringen Sie diesen bitte mit. Andernfalls habe wir alle nötigen Informationen vorliegen.
Sollte es keine Bestattungsvorsorge geben, bringen gerne mit, was Sie haben. Z. B. einen Grabstellennachweis oder eine Willenserklärung zur Bestattungsart.
Damit wir gemeinsam den Abschied gestalten können, ist es hilfreich, wenn Sie sich vorab zu diesen Punkten (zumindest grob) Gedanken gemacht haben. Gerne gehen wir im Gespräch detailliert auf Ihre oder die Wünsche des Verstorbenen ein.
- Abschiednahme: Wünschen Sie eine offene oder geschlossene Aufbahrung?

- Bestattungsform: Soll es eine Erdbestattung oder eine Feuerbestattung sein? Gibt es Wünsche für einen besonderen Ort (z. B. Wald, See oder Himmel)?
- Die Trauerfeier: Soll sie in einer Trauerhalle, direkt am Grab oder in unseren Räumlichkeiten stattfinden? Wünschen Sie sich religiöse Begleitung oder einen freien Trauerredner? Wissen Sie schon, wer alles an der Feier teilnehmen soll?
- Musik & Atmosphäre: Gibt es Lieder, die für den Verstorbenen eine besondere Bedeutung hatten? Sollen Fotos aufgestellt werden?
- Äußerlichkeiten: Welche Kleidung (Lieblingsanzug, gewohntes Outfit) soll der Verstorbene tragen? Sollen persönliche Beigaben mit in den Sarg?

- Nachkaffee: Wissen Sie schon, wo Sie dazu einladen möchten? Und wieviel Personen?
- Bekanntmachung: Möchten Sie, dass Trauerkarten verschickt werden? Soll es eine Zeitungsanzeige geben?
Online bieten wir Ihnen kostenlos unser Gedenkportal zur Verfügung. So können Sie die Nachricht auch via WhatsApp und in sozialen Medien teilen und die Menschen außerhalb der Trauerfeier und Beerdigung zur Anteilnahme einladen.
Unser Beratungstermin
Wir gehen mit Ihnen in Ruhe Punkt für Punkt durch, beantworten offene Fragen, beraten Sie umfassend und stellen Ihnen Möglichkeiten vor.
Wie unser Online-Kundenportal, dort können Sie Anzeigen, Texte, Musik und Blumen gemeinsam festlegen.
Abschließend stimmen wir mit Ihnen mögliche Termine ab. In Abhängigkeit von Ihren Wünschen sind verschiedene Zeitszenarien möglich.
Administrative Erledigungen
Hier finden Sie eine Übersicht der wichtigsten Abmeldungen und Kündigungen, die zeitnah erfolgen müssen bzw. sollten.
Das übernehmen wir gerne für Sie:
- Meldung beim Standesamt (Antrag auf Sterbeurkunde).
- Versicherungen & Rentenkasse: Krankenkasse, Rentenversicherung, Lebensversicherungen und Haftpflichtversicherung kündigen.
- Arbeitsamt / Sozialamt / Versorgungsamt informieren.
- Laufende Verträge: Telefon, GEZ, Zeitungs-Abos und Mitgliedschaften in Vereinen kündigen.
- Rentenvorschusszahlungen beantragen. Hierzu benötigen wir den letzten Rentenbescheid.
Für den digitalen Nachlass nutzen Sie gerne unseren Online-Service: Social-Media-Accounts (Facebook, Instagram) oder E-Mail-Konten sichern oder löschen lassen.
Was wir Ihnen leider nicht abnehmen können?
Verträge, die „nur“ umgeschrieben werden müssen oder das Kündigen der Wohnung (Miete) und den Stromvertrag,
So auch bei Bankangelegenheiten. Wenden Sie sich dazu bitte direkt an Ihr Geldinstitut.
Bei unserem Beratungsgespräch werden wir mit Ihnen auch Themen wie z. B. Witwen- /Witwerrente, Erbschein und Sozialamt besprechen und Ihnen dazu Informationen mitgeben.
Wir lassen Sie nicht allein. Wenn ein Dokument fehlt oder eine Frage auftaucht, genügt ein Anruf.
Nach dem Beratungstermin kümmern wir uns, so wie Sie es gewünscht haben oder sich wünschen. In der Regel erfolgt zuerst die Abschiednahme, dann die Trauerfeier, danach die Beisetzung und abschließend die Nachfeier.
Hier finden Sie ein PDF mit allen Informationen, zum Herunterladen und ausdrucken.



