Trauermonat November: Gedenken, Gemeinschaft und Lichter im Dunkeln

29. Oktober 2026

Oft lesen und hören wir vom „Trauermonat November“, und sicher: In keinem anderen Monat des Jahres finden sich so viele Feiertage, die dem Gedenken Verstorbener gewidmet sind. Allerheiligen, Allerseelen, Volkstrauertag und Totensonntag – um nur einige zu nennen.

Aber warum ist das eigentlich so? Die Feiertage entstammen in erster Linie den Traditionen der Kirchen. Doch warum gerade im Spätherbst? Das hatte ganz pragmatische Gründe: Die Erntearbeiten auf den Feldern waren abgeschlossen, und bis zur Weihnachtszeit dauerte es noch etwas. Zudem bot sich der November mit seinem kühlen, grauen Wetter an – nicht nur wegen der Stimmung, sondern auch, weil die Möglichkeiten für Arbeiten im Freien naturgemäß schrumpften. Man schuf sich also ganz bewusst Zeit und Raum für die inneren Dinge.

Muss Gedenken immer traurig sein?

Jein. Natürlich erinnert uns das Gedenken daran, wie sehr wir jemanden vermissen – mit all seinen Macken, seinem Humor, seinen Worten und einzigartigen Taten. Es wird uns dann wieder schlagartig bewusst, wie sehr wir die gewohnte Gesellschaft vermissen, unwiederbringlich – ganz nach dem Motto: der Nachteil des Himmels eben.

Es gibt kein Patentrezept, wie man mit Traurigkeit am besten umgeht. Die einen suchen Gesellschaft, die anderen ziehen sich zurück und möchten ganz für sich sein. Das Schöne ist: Es ist vollkommen egal, welchen Weg wir wählen, Hauptsache, wir tun es. Gefühle sind nicht böse, solange wir sie zulassen. Und eines dürfen wir dabei nie vergessen: Wir haben so viele schöne, warme und auch lustige Erinnerungen, die absolut unkaputtbar sind. Traurig zu sein bedeutet schließlich nichts anderes, als zu lieben.

Gemeinsam innehalten: Unser Gedenkgottesdienst an Allerheiligen

Wie wichtig es ist, diesen Raum gemeinsam mit Leben zu füllen, erleben wir in unserem Haus immer wieder aufs Neue. Deshalb laden wir ganz herzlich zu unserem diesjährigen Gedenkgottesdienst für die Verstorbenen in unserem Kolumbarium ein:

  • Wann: Sonntag, 01.11.2026 um 15:00 Uhr

  • Wo: Buchenstr. 6, 47228 Duisburg (Trauerhalle)

Gemeinsam mit Pfarrer Höfer von der Alt-Katholischen Gemeinde Krefeld möchten wir in unserer Trauerhalle einen Moment der Stille und des gemeinsamen Gedenkens schaffen. Im Anschluss an den Gottesdienst laden wir Sie von Herzen ein, noch zum gemeinsamen Kaffee und Austausch in unserer Galerie zu verweilen – um Kraft zu schöpfen, beisammen zu sein und zu spüren, dass Trauer in Gemeinschaft leichter getragen werden kann.

Auf den folgenden Bildern sehen Sie, wie wir an Allerheiligen letztes Jahr mit den Angehörigen der Verstorbenen in unserem Kolumbarium im Rahmen eines Gedenkgottesdienstes zusammengekommen waren. Nach dem Gottesdienst blieben die meisten Gäste noch zum Kaffee und Gebäck in unserer Galerie (dazu brachten sie sogar selbstgebackene Plätzchen mit und ließen sie rumgehen).
Eben um sich gesellig auszutauschen und nicht allein zu sein.
Auch eine Form mit der Trauer bewusst umzugehen.

P. S.: Wenn wir in diesen Novembertagen abends an Friedhöfen vorbeikommen und die vielen brennenden Kerzen sehen, erfüllt uns das immer wieder mit Freude.
So viele Zeichen der Liebe – das ist einfach schön.

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